In Kurzform eine Selbstauskunft

zur Person und zur Motivation

 

„Kant-Kosmos-Reales“ ist eine Textzusammenstellung von Ausarbeitungen zu diesen Themenbereichen:

Die Ablehnung jeder allzu spekulativen Gedankenflut.

Der Grenzbereich des naturwissenschaftlich Erfassbaren und der dennoch offenen Fragen.

Die konkreten/elementaren Daseinsbedingungen des Menschen, der Menschheit im Zusammenleben.    

Mit dieser Textsammlung versuche ich jetzt vor allem die von mir „entgegen dem Mainstream“ gewonnen Einsichten zusammenzustellen:  Das für mich dabei Überraschende: Was ich selbst im Lauf der Jahre an eigenen Überlegungen immer intensiver herausgearbeitet habe, sah ich in jüngster Zeit bestätigt durch Veröffentlichungen zu dem Spektrum, das mich über die Jahre beschäftigt hat. 

Hierzu beispielhaft: 

Zu der Frage, was der Mensch denn eigentlich in seinem letzten Aufbau substantiell überhaupt ist   eine Veröffentlichung in jüngster Zeit, für mich das Überraschendste und Ergiebigste zu diesem Themenbereich weithin: Joachim Bauer, Das kooperative Gen/Abschied vom Darwinismus, Hoffmann und Campe 2008.

Zu dieser Frage ähnlich auch: Andreas Weber, ALLES FÜHLT/Mensch, Natur und die Revolution der Lebenswissenschaften, Berlin Verlag 2007. 

Zu der Frage, wie die Empfindungsbereiche des Menschen durch das neuronale Netzwerk gesteuert werden: Stefan Klein, Die Glücksformel  (Stand 2003)

Zu den unerträglichen Herausforderungen der Konfessionen durch einen übermäßigen Geltungsdrang: Richard Dawkins, DER GOTTESWAHN, Ullstein 2006/2007.

Zu einer möglichen Stabilität im Zusammenleben: Ottmar Schreiner, Die Gerechtigkeitslücke/Wie die Politik die Gesellschaft spaltet, Propyläen 2008.  

Nähere Anmerkungen zu diesen Fundstellen unter „In der Literatur vorfindbare Grundpfeiler zu meinen Überlegungen“.

Aber zurück zur „Selbstauskunft“: Die Zusammenstellung meiner Textsammlung auf einer eigenen Homepage ist ein Anliegen jetzt im Alter von 73 Jahren. Und ein ziemlich langer Weg bis dahin - hier ein kurzer Überblick über einige Stationen. Das Wissen zu den einzelnen Themenbereichen habe ich mir als Autodidakt angeeignet. An Lektüre verschlungen, anfangs was mir tendenziell bei meinem Wissenshunger besonders zusagte, zunächst die Bibel bis zum Auswendiglernen, Luthers sämtliche Schriften fast vollständig, so auch Kierkegaard, Lessing, Platons Überlieferungen zu Sokrates sowie Literatur zu diesem Themenbereich in großer Bandbreite. Dann bei immer größerem Interesse an dazu sachlichem Hintergrundwissen Literatur in der Staatsbibliothek anhand der damals noch üblichen Suchkarteikarten zu den mich damals besonders interessierenden Themenbereichen Kausalität, Determinismus; das Bestreben mir auch zu den elementaren Daseinsvoraussetzungen ein gesichertes Grundwissen anzueignen.

Alles von dem Lebensweg her: Der Vater ungelernter Arbeiter, die Mutter versorgte den Haushalt und ihre beiden Söhne – meinen älteren Bruder und mich. Der Vater – wie auch die engere Verwandtschaft – seit meinen frühesten Kindheitserinnerungen glühende Nazihasser. Ich selbst – bis zu dem epochalen Ereignis „Gerhard Schröder sterilisiert die SPD vollends“ Sympathisant der Sozialdemokraten seit meiner ersten Verbundenheit mit den Roten Falken in der Nachkriegszeit. Entgegen der dringenden Empfehlung meiner Klassenlehrerin den Weg zur Oberschule zu suchen aus finanziellem Zwang Mittelschule mit Abschluss mittlere Reife. Hier auch das erste Zusammentreffen mit Hans Scheibner, zugewiesen 1949 in die gleiche Klasse und seitdem im schriftstellerischen Gestalten und Denken immer in einem gewissen Gleichklang: Hans Scheibner der Lyriker, Satiriker, ich der „ewige Grübler“ – aber in der Begeisterung für literarisches Wirken immer die gleiche Richtung. (So bis heute immer eine gegenseitige Bereicherung. Hierzu u.a. die „Danksagung“ Hans Scheibner in Klopfzeichen aus der Anstalt – Neue satirische Nachrichten Zinnober Verlag 1987: „Viele Ideen und Anregungen sowie Hintergrundmaterial zu diesen Satiren habe ich wieder meinem Freund und kritischen Berater, Andreas Nowak, zu verdanken…). Dann ab 1953 der Beruf – zur damaligen Zeit kaum eine Auswahl an Wunschberufen: Start mittlerer Dienst bei der Steuerbehörde.

Über dem ersten Fundus und Kenntnisstand dann die eigenen Anschauungen, Gedanken entwickelt: Welche allgemeingültig begründbaren Denkmöglichkeiten tun sich auf bei den Kenntnissen von der tatsächlichen Beschaffenheit der nur irgend erfahrbaren Wirklichkeit? – Ein Ergebnis: Meine Veröffentlichung Über die Realität des Transzendenten/Transzendenzdenken in der Konfrontation mit den Ergebnissen der Naturwissenschaft, ZEITSCHRIFT FÜR THEOLOGIE UND KIRCHE 1975 Heft 1. In den Folgejahren immer weiter ausgelotet die unbedingte Berechtigung einer modernen Metaphysik – der Grenzbereich der tatsächlich erforschbaren Realität alles nur irgend Wahrnehmbaren und die dennoch weiterhin offenen Fragebereiche. Damit im Zusammenhang auch die Unhaltbarkeit eines tatsächlichen Wahrheitsgehalts aller nur geglaubten Wahrheiten, ein Schwerpunkt meiner Überlegungen.

Immer aber auch Gedanken über das Zusammenleben in der Gesellschaft – vor allem: das Bösartige in der Welt. Skepsis und Ablehnung gegenüber dem in der Soziologie durchweg geübten Verfahren: Rechnen – rein quantitativ – in großen Zahlen und daraus „unbesehen“ weitere Folgerungen über die qualitative Zusammensetzung der Gesellschaft abzuleiten. Dies von meiner individuellen Einstellung her: Welche Zielsetzungen können wirklich überzeugend als allgemeingültig vertretbare Orientierungshilfen zum Erreichen eines stabilen Zusammenlebens im Miteinander gewertet werden?     

È