Rahmenkonzept

 

Die Textsammlung „Kant, Kosmos, Reales“ ist zur Hauptsache eine Auseinandersetzung mit dem zeitlosen Thema „die Bestimmung des Menschen“. 

Die Entstehung der Textsammlung beruht auf dem Nachdenken darüber, wie der Einzelne, der von Natur aus ein Gemeinschaftswesen ist, im Zusammenleben eine zufrieden stellende Entfaltung finden kann. Dabei immer auch ein Nachdenken in der Richtung „den letzten Dingen im Daseinsgeschehen“ auf den Grund kommen zu wollen.

Kernpunkt ist die Auseinandersetzung mit dem verbreiteten intellektuellen Beliebigkeitsgehabe im Umgang mit dem Begriff „die Gesellschaft“.

Die Stoßrichtung des eigenen Denkens richtet sich gegen die verbreitete schizophrene Anschauungsweise, einerseits grundlegend nur „quantitativ“ Erhebungen zur Gesellschaft vorzunehmen. Andererseits dann aber zugleich auch wieder „pauschal“ qualitative Werturteile über die Zustände der Gesellschaft abgeben zu wollen.

Kurz - es geht um die verfestigten Leerlauf-Phrasen: Wenn im Menschheitsgeschehen üble Dinge vorkommen, dann die Parolen, die Gesellschaft habe dieses oder jenes zu tun, um das Üble zu bekämpfen, zu verhindern.

Dagegen setze ich dieses Theorem: Nicht die als Gesamtheit aufgefasste Gesellschaft ist der Verursacher des wie auch immer gearteten Üblen. Sondern es sind immer die Einzelnen in der Gesellschaft, die aufgrund ihrer charakterlichen Veranlagung zu jeder Übeltat befähigt sind.

Das Widerwärtige an den dauerhaft verbreiteten Gemeinplätzen dabei: Die geläufigen Leerlauf-Phrasen zur Gesellschaft führen dazu, dass die wahren Unheilverursacher dann in völliger Beliebigkeit das jeweilige mit Krokodilstränen beweinte Verschulden jedem in die Schuhe schieben können.  Und dass den Gutwilligen völlig unnötig ein schlechtes Gewissen eingeredet wird, obwohl sie von ihrer charakterlichen Haltung her ohnehin durchweg aus völlig eigenem Antrieb zu einem ausgleichenden stabilen Verhalten neigen.

Im Zentrum meiner Textsammlung also ein Argumentieren aus der Überzeugung heraus, dass uns mit dem Mainstream zu „Verantwortungsfragen“ ein absurd verqueres Menschenbild vermittelt wird,

Die weiteren Überlegungen dann grundlegend in die Richtungen: Welche allgemeingültig vertretbaren Gewissheiten können wir mit unserem Erkenntnisvermögen gewinnen? Welche Einsichten und zutreffenden Aussagen erlauben die vorzufindenden Daseinsgegebenheiten?

È