In der Literatur

vorfindbare Grundpfeiler zu meinen Überlegungen

 

Hier liste ich zu sechs verschiedenen Rubriken die Fundstellen auf, die meine Überlegungen besonders stark beeinflusst bzw. bestärkt haben. Alles bei meiner generellen Vorgehensweise: Anknüpfungspunkt für mein Überlegen ist immer das im allerweitesten Sinn tatsächlich wahrnehmbar vorhandene Daseiende.  Diese Vorgehensweise schließt unbedingt immer die Möglichkeit ein, dass wir mit unserem Wahrnehmungsvermögen die tatsächliche Beschaffenheit alles Daseienden gar nicht richtig erfassen können, diese Vorgehensweise schließt auch ein, dass wir die tatsächlich wahrzunehmenden und wahrgenommenen Phänomene unzutreffend deuten, interpretieren. (Gerade dieses Vortasten mit „Irrtum und dann bessere Einsicht“ gehört ja zu den eindrucksvollsten Umständen alles Forschungsgeschehens in der Menschheitsgeschichte, vgl. die durchgehend „exemplarische Dokumentation“ hierzu in Eine kurze Geschichte von fast allem von Bill Bryson.) Bei meiner Vorgehensweise versuche ich aber konsequent auszuschließen, dass das „grenzenlos rein spekulativ Erdachte“ für das tatsächliche Wirklichkeitsgeschehen eine direkte aufklärende Bedeutung haben kann. Ganz anders meine Einstellung zu den tatsächlich letzten  Grenzen der erforschbaren Wirklichkeit: Hier sehe ich den Freiraum über alles dennoch Vermutbare nachzudenken. Und genau hier sollte man nichts mehr durcheinander bringen. Denn das aber ist niemals vergleichbar mit nur unbekümmert rein spekulativ ersonnenen Vorstellungswelten. Eine derartige rein spekulative Vorgehensweise steht uns zwar unbedingt zur Verfügung als Spielwiese für allerlei Höhenflüge des Geistes – aber bei etwas Ehrlichkeit unbedingt mit der Selbstbeschränkung: Hier gibt es keinen Anspruch, das tatsächliche Geschehen zutreffend interpretieren zu wollen.

 I) Realgeschehen als „Orientierungsverankerung“

II) Zusammenleben/Soziologie

Hier richten sich meine Überlegungen vor allem darauf: Wie ist der Mensch von Natur aus tatsächlich beschaffen? In der Soziologie (und in einem großen Ausmaß auch in der Psychologie) sind die Forschungsergebnisse das Resultat eines spekulativen Wunschdenkens: „Wir können anhand zahlreicher äußerlicher Erscheinungsformen zutreffend etwas über das Wesen des Menschen sagen…“.  Ich behaupte, diese Vorgehensweise ist grundverkehrt. Wenn man etwas über das Wesen des Menschen in Erfahrung bringen will, dann muss man alles über seine biologische Beschaffenheit erforschen wollen. Und da gibt es inzwischen die eindrucksvollsten Ergebnisse, die Einblick in das Wesen des Menschen ermöglichen: Die rein körperliche Beschaffenheit – eine ununterbrochene Verknüpfungslinie von einer ersten eiweißbildenden Ursuppe her bis zum Menschen der Neuzeit. Die Herausbildung eines Denkvermögens, hier überraschend gelungene Entwicklungsschritte bei den Vierbeinern, den Gefiederten, den Wasserbewohnern in der Fauna, bei dazu dann uns die Vervollkommnung, auch die schwierigsten technischen Herausforderungen in Brückenbau, Tiefseebohrung, Raumfahrt usw. lösen zu können. Und weiter: Die Steuerungen des Bewusstseins – was sich hierzu über das Neuronengeflecht im Gehirn in Erfahrung bringen lässt mit allen hinzukommenden körperlichen Verflechtungen. – In der Soziologie (und z.T. auch in der Psychologie) dagegen lässt man sich blenden allein von der Aussagekraft der rein quantitativ ermittelten Ergebnisse. Eine verhängnisvolle Sackgasse, wenn man die so (generell einwandfrei!) quantitativ ermittelten Ergebnisse benutzen will, um daraus in Verallgemeinerungen Aussagen über das individuelle Verhalten des Menschen abzuleiten.

Hans Gradmann, DAS RÄTSEL DES LEBENS IM LICHTE DER FORSCHUNG, ERNST REINHARDT VERLAG MÜNCHEN 1962. Zu allem Grundlagenwissen, das hier – besonders für den Bereich der Biologie – vermittelt wird, besonders eindrucksvoll die Ausführungen unter „Die Gültigkeit der naturwissenschaftlichen Ergebnisse“ – hier u.a. „Die Probleme der Atomphysik a) Die Anfechtung der Kausalität b) Zweierlei Logik? c) Subjektivität der Erkenntnisse? usw. usf.

III)Ethikfragen

    Robert Spaemann Moralische Grundbegriffe, Beck’sche Reihe 5. Aufl. 1994. In kurzer Form eine fundierte philosophische Klärung zu ethischen Grundfragen.

IV) Kosmologisches

Oskar Höfling, Pedro Waloschkek Die Welt der kleinsten Teilchen/Vorstoß zur Struktur der Materie, Rowohlt 1984. Hierzu nur aus dem Klappentext zitiert: „ Wer dieses … informative Buch gelesen hat,  der begreift sich als Zeitgenossen einer ungeheuren Verwandlung unseres wissenschaftlichen Weltbildes und bewegt sich, verlässlich geführt von den didaktisch erfahrenen Autoren, in einem innovationssprühenden Gebiet modernder Naturwissenschaft, das unserer Epoche den Namen Atomzeitalter gab.“ Und hierzu noch ein Zusatz: „Höfling – ein Begriff wie Duden, Diercke oder Schmeil. Generationen von Schülern haben mit ‚dem Höfling‘ Physik gelernt…“.

V) Religion: Die Welt des Göttlichen

   Richard Dawkins DER GOTTESWAHN, Ullstein 2007

   Christopher Hitchens DER HERR IST KEIN HIRTE/Wie die Religion die Welt vergiftet, Karl Blessing Verlag 2007

VI) Herausforderungen „durch das Politische“

    Albrecht Müller Die Reformlüge, Droemer 2004

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