Einleitendes

Vorangestellt als eine Quintessenz: Zustandekommen und Schwerpunkte der Homepage in Stichworten

Konfrontationsprolog

Richtungweisende Einleitung

 

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 Vorangestellt als eine Quintessenz: Zustandekommen und Schwerpunkte der Homepage in Stichworten

 Soweit ich zurück denken kann, habe ich unentwegt Texte verfasst. Immer begleitet von dem Drang, eine Erklärung für die Welt um mich herum zu finden. Und seit frühester Jugend und mit Erlernen des Schreibens meine Einfälle zu Papier gebracht.

 Es war für mich immer ein Bestreben um einen zufriedenstellenden Erkenntnisgewinn. Dies aber nicht in einer Art abgeklärter Objektivität. Sondern seit frühester Zeit getragen von der individuellen Haltung: Es sollten Wege gefunden werden, wie es möglichst allen gut ergehen könnte. Die Blickrichtung dabei immer – eine möglichst gerechte Güterverteilung für alle Menschen.

 Über einige Jahrzehnte habe ich von diesen Ansätzen her daran gearbeitet, allgemeingültig schlüssige Konzepte zu formen. Die Quintessenz will ich nachfolgend darstellen.

 Zuletzt, beim Aufbau der eigenen Homepage, bin ich auf die Denk- und Orientierungsbereiche von Karl Popper gestoßen. Mit den Kernaussagen  des „Kritischen Rationalismus“ finde ich vieles von dem abgesichert, was ich bereits an eigenen Gedanken entwickelt hatte; mit meiner eigenen Denkwelt wage ich mich aber im Sinne engagierterer eigener Auffassungen weiter vor.

 Zu allem, was mit dem Kritischen Rationalismus bereits an Überzeugungsarbeit für ein begründetes pragmatisches Wirklichkeitsverständnis an Überzeugungsarbeit geleistet wurde, werden meine Texte zusätzlich von folgenden (von mir auf der Grundlage bereits greifbarer Erkenntnisse entwickelten)  grundlegenden Theoremen getragen:

 # Die „endogen“ verschiedenartige Beschaffenheit unter den einzelnen Menschen.

  Hierzu meine Theorie: Die Menschen sind trotz ihrer völlig einheitlichen Zugehörigkeit zur „menschlichen Spezies“ von ihren charakterlichen Fähigkeiten her, von ihren kreativen Begabungen usw. „endogen“ unterschiedlich veranlagt. D.h. jeder Mensch hat in seinem Inneren seine ganz speziellen Antriebs- und Entfaltungskräfte, diese sind letztlich unterschiedlich individuell in den Genen jedes Einzelnen verankert.

 Das ist etwas, was man im „Mainstream“ nicht wahrhaben will, ja, mit aller Entschiedenheit zu ignorieren sucht. Im verbreiteten Meinungsgeschehen gilt – sehr vereinfacht ausgedrückt - : Alle Menschen sind gleichermaßen begabt – befähigt dazu, allseits Gutes zu tun, aber auch gleichermaßen veranlagt  alle Abscheulichkeiten zu vollbringen. (Einfach nach der Fiktion: Zur Spezies Mensch zu gehören muss zugleich auch bedeuten, im tiefsten inneren Wesen gleichermaßen mit allen nur denkbaren menschlichen Eigenschaften ausgestattet zu sein.) – Das aber ist wirklichkeitsfremdes Theoretisieren ohne Beachtung der tatsächlichen realen Zusammenhänge und Gegebenheiten.

 Meine Erkenntnisse in diesem Bereich setze ich konsequent und entschieden dem Mainstream entgegen. Soviel ist klar: Wenn man kurzsichtig, oft sogar äußerst bösartig völlig verantwortungslos die These vertreten wollte „die Menschen sind unterschiedlich befähigt“ – nur um damit dann irgendwelche (beliebigen) Schablonen von Abstufungen bereitzuhalten, dann kann das zu völlig ungerechtfertigten Schablonisierungen führen: Rassistische Wertdifferenzierungen, unterschiedliche Befähigungen als Maßstab für unterschiedliche Werthaftigkeit usw. – Nein, man kann die unterschiedlichen endogenen Befähigungen als ein naturgegebenes Faktum akzeptieren und dabei dennoch jedem Menschen die gleichen Menschenrechte zubilligen.

 Die einzige Besonderheit hier jedoch: Wie sich der Einzelne in Sachen Mitmenschlichkeit in das Zusammenleben einbringt. Da muss begriffen werden, dass sich das Torpedieren von Mitmenschlichkeit (als eine endogen verankerte Charaktereigenart, die niemals bei allen Menschen gleichermaßen anzutreffen ist) unverwechselbar schädlich auf ein stabiles Zusammenleben auswirkt. Das ist der einzige entscheidende Punkt, in dem die gängigen Theorien zur Ethik und zur Soziologie versagen, wenn sie diesen Umstand zu ignorieren suchen. – Selbstverständlich wird hier jede Art von übertriebener „Schwarz-Weiß-Malerei“ in Sachen Mitmenschlichkeit/Unmenschlichkeit den vielen Spielarten nicht gerecht, die im Umgang der Menschen miteinander zu beobachten sind. Ich möchte aber immer wieder an Beispielen von krasser Gegensätzlichkeit herausstellen, dass sich die endogen verankerte Bereitschaft zur Mitmenschlichkeit oder aber zur Unmenschlichkeit nie ernsthaft überzeugend relativieren lässt.        

 # Raum, Zeit und stofflich Daseiendes

 Meine grundlegenden Theorien zu diesen Bereichen.

 Raum: Ein völlig eigenständig für sich selbst und ganz allein existierender Raum – so etwas hat als etwas „Eigenständiges“ überhaupt keine Realität. Es gibt lediglich „tatsächlich agierendes Daseiendes“ – in unserer Welt über räumliche Distanzen hinweg. Dieses in Wirksamkeiten, „Aufeinander-Einwirken“ miteinander verbunden. – Das ist der tatsächliche Kerngehalt der Allgemeinen Relativitätstheorie. Die „mathematische Raumkrümmung“ nach der Allgemeinen Relativitätstheorie erklärt sich daraus, dass die „einfache Geometrie“ die tatsächlich vorgegebenen, feststellbaren Bezugswerte im Raum nicht zutreffend wiedergeben kann; nur mit einer postulierten „Raumkrümmung“ lassen sich die tatsächlichen Bezugswerte zutreffend mathematisch beschreiben. – Ein tatsächlich zu postulierendes „Nichts“ kann es nach derartigen Überlegungen überhaupt nicht geben (denn das wäre ein hypothetisches räumliches Etwas in endloser Ausdehnung, in der überhaupt nichts vorkommt, in der also gar nichts vorhanden ist). – Das ist zugleich auch mein Gottesbeweis: Daseiendes mag es in der ungewöhnlichsten Beschaffenheit geben, z.B. in einer in sich selbst verharrenden Kräfteballung, als ein potenziell strukturiertes Kraftgeflecht; aber dann doch so, dass sich niemals (ernsthaft) die Frage stellt, wo darüberhinaus dann noch etwas Seiendes ist oder sein kann, wo tatsächlich räumlich einfach gar nichts ist.                    

Zeit: Es gibt tatsächlich unmöglich eine für sich selbst existierende Zeitspanne. Was wir „zeitlich“ als tatsächlich Daseiendes wahrnehmen können ist lediglich der Vorgang einer fortwährenden Veränderung alles tatsächlich Daseienden im „Augenblicks-Geschehen“. Wir haben die Möglichkeit, die verschiedenen, tatsächlich vorkommenden Veränderungsvorgänge  als zeitliche Ausdehnung „speichern“ und messen zu können. Aber unmöglich können die so speziell gewonnenen „Zeitabschnitte“ die Bedeutung haben als unbedingter Maßstab für jede nur irgend mögliche weitere Zeitmessung gelten zu können. Denn – in welcher „Intensität“ sich das Augenblicksgeschehen tatsächlich fortentwickelt, das ist bei ganz exakter Messung unmöglich zu ermitteln, weil sich das tatsächliche Augenblicksgeschehen einem allseits und universell gültigen Zusammenrechnen entzieht. Das „Resultat“ dieses Umstands  lässt sich aus der Speziellen Relativitätstheorie ablesen; ähnlich auch aus den letzten „unbefriedigenden Mess-Problemen“ der Quantenphysik. (Hierzu der Hinweis auf Pascual Jordan, Der Naturwissenschaftler vor der religiösen Frage, Gerhard Stalling Verlag 1963: „…Einstein hat die letzten drei Jahrzehnte seines Lebens einem heroischen Ringen gewidmet, in welchem er Unterlagen zu gewinnen hoffte für eine Zurückführung auch der Quantengesetze auf eine streng deterministische Physik…“.)

 Das stofflich Daseiende: Zu dem stofflich Daseienden habe ich die Theorie entwickelt – alles stofflich Daseiende trägt in sich einen „lebendigen Entfaltungsdruck“, der zu den vielfältigen Gestaltungs- und Erscheinungsformen alles wahrnehmbar Daseienden führt. Das Stoffliche selbst ist Träger aller Entwicklungen, Höchstleistungen in allen Bereichen. So wie wir denkend, fühlend, mental geprägt ausgestattet sind – all dies wird immer getragen von der Befähigung des Stofflichen bei „Eingefügtsein“ in alles bislang Entwickelte selbst Träger jedes Schöpfungsgeschehens zu sein. (Hierzu auch diese Anmerkung: So sehr wir auch immer mehr über die „Hardware = Neuronensteuerung“ usw. in Erfahrung bringen, so rätselhaft bleibt die „Software“, d.h. die Antriebs- oder auch „Entfaltungsdynamik“ im Hintergrund zu allem Entfaltungsgeschehen.)

 # Das Geistige

 Wir sind offenkundig begabt mit der Befähigung, uns „geistig“ in selbst erschaffenen Visionen zu jeder nur vorstellbaren Scheinwelt hinbewegen zu können. D.h. ob in spekulativen philosophischen Höhenflügen, ob in primitivsten Formen von abergläubischen „Kausal-Zusammenhangs-Vermutungen“, ob in religiöser Überheblichkeit – es liegt in der Natur des Menschen, hier auf keine Grenzen stoßen. Es kommt immer auf die individuelle „Diszipliniertheit“ des Einzelnen an, hier nicht den Verlockungen und Versuchungen zu erliegen, sich in ein – in Wahrheit – geistiges „Nirgendwo“ zu bewegen.

 # Der Staat

Der Mensch ist von Natur  aus ein Gemeinschaftswesen und die gelungenste Form des Zusammenlebens ist hier die Demokratie: Jeder aus der Bevölkerung kann jeden Platz im Staatsgefüge einnehmen. Eine „Fremdherrschaft“ über das Volk ist in einer funktionierenden inhaltlich gefestigten Demokratie unmöglich. Das Zusammenleben in der Form der Demokratie gibt allen Beteiligten kontinuierlich die Möglichkeit, alle Vorzüge jedes Zusammenwirkens für sich selbst zu nutzen – mit der selbstverständlichen Verpflichtung natürlich, selbst auch zu einem gedeihlichen Zusammenwirken beizutragen. – Das total unbegreiflich absurde Geschehen hier: Staats-Beschimpfungen, -Diskreditierungen, -Verteufelungen kommen vor allem aus den Reihen der Politiker – aus den Reihen der Politiker also, die eigentlich der Bevölkerung die Vorzüge und Spielregeln einer funktionierenden Demokratie vermitteln sollten! Klar heraus gesagt: Es ist für mich unfassbar, wie sich zahlreiche Politiker, die sich zur politischen Elite zählen wollen, geradezu fanatisch wie die emsigsten Totengräber der Demokratie gebärden.            

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Konfrontationsprolog 

Seit „ewigen Zeiten“  gibt es weit verbreitet die unterschiedlichsten Ansichten darüber, wozu der Mensch da ist, warum überhaupt er da ist, wodurch er da ist.

Aber jetzt hat der sogenannte „Mainstream“ die Meinungsherrschaft übernommen: Der Einzelne ist doch eigentlich nur so ein kleines Rädchen im großen Getriebe. Der Mensch hat als „Teil der Gesellschaft“ eher die Funktion einer Marionette; er hängt an den Fäden und bewegt sich danach, wie irgendwo von höheren Gefilden her die Bewegungsspielräume für ihn eröffnet und vorherbestimmt werden. Er hat in der Gesellschaft möglichst eine nutzbringende Rolle zu übernehmen. Damit wären dann also anscheinend die meisten Fragen und Zweifel ausgeräumt.

Mit dieser Anschauungsweise kann ich mich überhaupt nicht anfreunden; sie ist mir zutiefst suspekt. Mir ist das eigene Leben, das eigene Dasein zu wichtig als das ich mich hier im Sog der etablierten „Masse-Meinung“ nach so einer Art Zufallsprinzip unüberlegt für Ansichten dieser Art hingezogen fühlen könnte. Ich vertraue da mehr auf mein ganz eigenes Orientierungsvermögen.  

Ich entdecke immer wieder, dass die zuvor skizzierte Anschauungsweise erhebliche Schwachstellen hat. Und für mich ganz folgerichtig ist mir insoweit eine eigene Orientierung wichtiger als all das, was da erkennbar mit erheblicher Fehlerhaftigkeit über das Menschsein verbreitet wird.

Also ein erster grundlegender Orientierungsbereich: Das Zusammenleben der Menschen und wie sie miteinander verträglich oder unverträglich auskommen. Das Zusammenleben ist seit Urzeiten leidlich stabil und gesund – die Menschheit hat noch jede katastrophale Entwicklung im Ergebnis einigermaßen unbeschadet überlebt. Trotzdem gibt es den Dauerzustand von Bedrohung und Gefährdung im Miteinander. Für diesen Schwachpunkt fehlt noch immer eine weithin zutreffende Diagnose.    

Es dreht sich bei allem um die entscheidende Frage: Wie kommen die Menschen im Umgang miteinander aus? Eine einleuchtende Analyse sollte hier Klarheit verschaffen. Dazu meine Grundüberzeugung zu allen Formen des Zusammenlebens: Der einzelne Mensch ist von seinen charakterlichen Veranlagungen her in der Weise „geartet“, dass er - je nach individueller Veranlagung – durchaus für ein friedliches, stabiles Miteinander aufgeschlossen sein kann. Oder aber dass er – in der völlig anderen charakterlichen Ausprägung – keine „Neigung“ zu einem derartigen friedlich stabilen Miteinander hat.

Diese Grundauffassung weicht völlig ab von dem Bild vom Menschen, wie es in Soziologie und Politologie üblicherweise beschrieben und abgehandelt wird und wie es sich  in verbreitet starren Lehrmeinungen über Jahrzehnte immer weiter verfestigt hat.

Ich vertrete also gegenüber der verbreiteten Auffassung von den „Funktionsweisen der Gesellschaft“ eine grundlegend abweichende Auffassung. Ich gehe da vor allem von meinen eigenen Beobachtungen und Erfahrungen aus. Das mag „unwissenschaftlich“ und naiv wirken. Aber denken wir mal an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Dem Kaiser, dem Hof, dem ganzen Volk wird vorgegaukelt, es seien da tatsächlich die kostbarsten und prächtigsten Gewänder aus einem Stoff von höchster Kunstfertigkeit geschneidert worden. Nur ein kleines Mädchen spricht aus, was ihm als das tatsächliche Wirklichkeitsgeschehen klar wird: „Der Kaiser ist doch nackt.“

Worin unterscheidet sich meine Auffassung „vom Funktionieren des Zusammenlebens“ im Kern von den weithin verbreiteten Auffassungen über die „Gesellschaft“?

Hier der Versuch einer Kurzfassung der gravierenden Punkte in den unterschiedlichen Auffassungen: In Soziologie und Politologie wird die Gesellschaft als eine irgendwie pauschale Einheit verstanden, die gleichermaßen auf das Wohl und Wehe aller Gesellschaftszugehörigen einwirkt, das Denken und Handeln aller Beteiligten maßgeblich formt und steuert und somit in dem „tatsächlichen Zusammenwirken aller Beteiligten“ ein geschlossenes Abbild von der letztlich einheitlichen Mitwirkung aller Beteiligten vorzufinden glaubt. (So jedenfalls nach dem „Mainstream“, von dem wir gegenwärtig in allen möglichen Verlautbarungen durch Politik, Medien, Talkrunden usw. usf. überschwemmt werden.) 

Ich stelle dieser Anschauungsweise ganz einfach die Behauptung entgegen: Jeder einzelne Mensch sucht sich nach seinen ganz eigenen individuellen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften zu entfalten. Das geschieht immer in dem Miteinander oder auch in einer Auseinandersetzung mit den gerade vorzufindenden Gesellschaftsstrukturen. Aber niemals sind die jeweils aktuellen Gesellschaftsstrukturen allein bestimmend dafür, welche Richtung der Einzelne seinem Leben zu geben sucht. Das wird von den ihm „durch Geburt“ (oder auch „in den Genen verankerten“) mitgegebenen charakterlichen Veranlagungen und „mentalen Befähigungen“ gelenkt.       

Wie kommt es aber, dass das, was ganz offenkundig Realität ist, starrsinnig nicht zur Kenntnis genommen wird? „Des Kaisers neue Kleider“ – Hans  Christian Andersen hat mit seinem Märchen eine ganz simple Einsicht beschrieben: Der Mensch glaubt meist bereitwillig, was er meint wegen anhaltender „Überzeugungsarbeit“ glauben zu müssen – selbst wenn nach der tatsächlichen Beschaffenheit der Wirklichkeit daran viele vom den „entscheidenden Glaubensüberzeugungen“ unmöglich stimmen können.    

Die „Pflöcke“ für ein unzutreffendes Menschenbild sind eingehämmert worden vor allem wohl durch das von Rousseau vermittelte Leitbild (sehr vereinfacht ausgedrückt) eines „von Natur aus grundgütigen Menschen“. Daneben wurde die klare Sicht versperrt durch das verbissen einseitige Erforschen eines „Ursache/Wirkung-Wechselspiels“, das ausschlaggebend sein sollte für die in Erscheinung tretenden Verhaltensweisen des Menschen – in welcher akribischen Feinarbeit auch immer. Diese Ansatzpunkte haben erhebliche Schwachstellen; Erklärungsversuche zu diesen Fehlleistungen unter „Realitätsblindheit durch Schwachstellen des Geistes“ in Rubrik I.   

Hans Christian Andersen hat ein Bild wiedergegeben vom Aufeinandertreffen von (geglaubtem) schönen Schein und der tatsächlich vorzufindenden Wirklichkeit. Mit so einem Aufeinandertreffen von „geglaubtem“ schönen Schein und den tatsächlich auffindbaren Zusammenhängen unserer Wirklichkeit befasse ich mich fortwährend. Mir liegt vor allem daran, mich mit dem „ewigen Rätsel“ zu beschäftigen, womit wir es in diesem Dasein tatsächlich zu tun haben und welchen Herausforderungen man hier nach allgemeingültigen Maßstäben einigermaßen gerecht werden sollte. Daraus resultiert dann auch meine recht eigensinnige Auseinandersetzung mit vielen (meiner Überzeugung nach) unhaltbaren Denkauffassungen in etablierten Weltanschauungen, in politischem (und auch ökonomischem) Schubladendenken, bei allen Formen von überzogener religiöser Anmaßung und Überheblichkeit.                      

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Richtungweisende Einleitung  

Soweit ich mich mit dem Zustand der Menschheit beschäftige vertrete ich eine sehr eigenständige Auffassung: Mit einer eigentlich sehr naheliegenden Diagnostik, die ich nachfolgend erläutern werde, hätte man den Schlüssel dafür, worauf das Elend unter den Menschen zurückzuführen ist. Die Grundpfeiler dieser Diagnostik: Die Spezies Mensch ist in einer Einmaligkeit erschaffen, wie sie in all ihren Besonderheiten nirgendwo sonst in der Natur vorkommt. – Wir wissen, dass der Mensch durch die Evolution auch all die Wurzeln mitbekommen hat, wie sie weit zurück in „Urzeiten“ in ersten Anfängen gewachsen sind. Und wenn uns die vergleichende Verhaltensforschung spezielle „Spiegelbilder“ zeigt, dann müssen wir erkennen, dass viele unserer „unbewussten“ Gemütsregungen auch sehr identisch weit verbreitet bei vielen Geschöpfen der Fauna anzutreffen sind. Dazu aber eine Besonderheit  bei uns (selbstverständlich als ein bekannter Sachverhalt): Das Bewusstsein.

Anfänge von „Denken“, das Ersinnen von Lösungswegen z.B. durch eine „Denktätigkeit“ können wir auch im Tierreich beobachten. Und verblüffend immer wieder, wer alles unter den Lebewesen bei dieser Denkakrobatik vorn liegt: Die landbewohnenden Säugetiere? Die Gefiederten? Die Meeresbewohner? Immer neues Forschen und Beobachten bringt immer wieder bislang unbekannte Spitzenleistungen ans Tageslicht. Einzig das Bewusstsein dürfen wir als eine Gabe einschätzen, über die ausschließlich wir verfügen.

Aber dann gibt es da noch so eine Besonderheit „von Natur aus“, die nur beim Menschen anzutreffen ist: Die weit gestreute Ausstattung mit den unterschiedlichsten Begabungen, Befähigungen, „Antriebssteuerungen“ von den verschiedenartigsten Neigungen her usw.

Von dieser grundlegenden Feststellung her will ich alles Weitere entwickeln, was zur Klärung aller entscheidenden Zusammenhänge im Zusammenleben beiträgt. Aber hier einmal vorweg eine entscheidende Festlegung, um möglichen Missverständnissen und Fehldeutungen vorzubeugen: Eine grundlegende Feststellung derart, dass einzig der Mensch „individuell gestreut“ über die unterschiedlichsten Begabungen, Befähigungen  Antriebssteuerungen verfügt, soll und darf niemals bedeuten,  dass der Grundsatz einer allen Menschen gleichermaßen zukommenden Menschenwürde hier auch nur im Geringsten in Frage zu stellen ist. Grundrechte, Menschenrecht, Menschenwürde – das sind „Kategorien“, die für alle gleichermaßen Geltung haben müssen unabhängig von irgendwelchen Befähigungen oder „Nicht  -Befähigungen“. (In weiteren Texten werde ich für diese „Grundhaltung“ immer wieder auch die Formel „leben und leben lassen“ einsetzen; mit genau dieser Formel will ich die Problematik „Menschenrechte“ enger mit der realen Daseinswirklichkeit verknüpfen.)

Soweit das Richtungsweisende der Einleitung vorausgeschickt (und von mir durchgehend in tiefster Überzeugt vertreten). Das darf jedoch niemals den Blick dafür verstellen, dass wir uns („unsere Spezies“) so in dieser Welt vorfinden, dass jeder Einzelne von uns tatsächlich Befähigungen, Begabungen, individuelle Neigungen haben kann, die sich von den Befähigungen, Begabungen, Neigungen  anderer unterscheiden. Und gerade das eben in einer Vielfalt, wie sie nirgendwo sonst unter allen Lebewesen unseres blauen Planeten anzutreffen ist.

Und hier allein muss eine elementare Diagnostik ansetzen, wenn man die Zusammenhänge einer „reparaturanfälligen“ Menschheit Klarheit gewinnen will. Wenn man verstehen will, wo das Elend unter den Menschen seine Wurzeln hat. In der Rubrik „Zusammenleben/‘Soziologie‘…“ befasse ich mich in mehreren Texten intensiv mit den Einzelheiten hierzu.  

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